Pfaffenfeindtaler: Unterschied zwischen den Versionen

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Taler-Münze von 1622 des Herzogs Christian von Braunschweig, Bischof von Halberstadt (1611–1633). Gepräge: Vs.-Inschrift GOTTES FREVNDT DER PFAFFEN FEINDT, Rs. Arm mit Schwert und Umschrift TOVT. AVEC. DIEV. (franz., Alles mit Gott). Die Pfaffenfeindtaler wurden aus Kirchensilber, vor allem des Liborius-Schreins im Paderborner Dom, geprägt, nachdem der „tolle Christian“ (so der Beiname des Herzogs) die Stadt Paderborn erobert hatte. 1671, als Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666 –1704) den Bischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen (1650 –1678), befehdete, wurden die Taler nachgeprägt. Aus dieser Zeit stammen auch Varianten des Pfaffenfeindtalers mit Jesuitenkäppchen auf der Schwertspitze. Es gibt auch Abschläge bis zum Gewicht des Doppeltalers sowie mit identischem Motiv einen Dukat.
 
Taler-Münze von 1622 des Herzogs Christian von Braunschweig, Bischof von Halberstadt (1611–1633). Gepräge: Vs.-Inschrift GOTTES FREVNDT DER PFAFFEN FEINDT, Rs. Arm mit Schwert und Umschrift TOVT. AVEC. DIEV. (franz., Alles mit Gott). Die Pfaffenfeindtaler wurden aus Kirchensilber, vor allem des Liborius-Schreins im Paderborner Dom, geprägt, nachdem der „tolle Christian“ (so der Beiname des Herzogs) die Stadt Paderborn erobert hatte. 1671, als Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666 –1704) den Bischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen (1650 –1678), befehdete, wurden die Taler nachgeprägt. Aus dieser Zeit stammen auch Varianten des Pfaffenfeindtalers mit Jesuitenkäppchen auf der Schwertspitze. Es gibt auch Abschläge bis zum Gewicht des Doppeltalers sowie mit identischem Motiv einen Dukat.
 
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Aktuelle Version vom 30. Juli 2021, 17:45 Uhr

Christian von Halberstadt (1616 – 1626), Pfaffenfeindtaler 1622 mit Jesuitenkäppchen auf der Schwertspitze

Taler-Münze von 1622 des Herzogs Christian von Braunschweig, Bischof von Halberstadt (1611–1633). Gepräge: Vs.-Inschrift GOTTES FREVNDT DER PFAFFEN FEINDT, Rs. Arm mit Schwert und Umschrift TOVT. AVEC. DIEV. (franz., Alles mit Gott). Die Pfaffenfeindtaler wurden aus Kirchensilber, vor allem des Liborius-Schreins im Paderborner Dom, geprägt, nachdem der „tolle Christian“ (so der Beiname des Herzogs) die Stadt Paderborn erobert hatte. 1671, als Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666 –1704) den Bischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen (1650 –1678), befehdete, wurden die Taler nachgeprägt. Aus dieser Zeit stammen auch Varianten des Pfaffenfeindtalers mit Jesuitenkäppchen auf der Schwertspitze. Es gibt auch Abschläge bis zum Gewicht des Doppeltalers sowie mit identischem Motiv einen Dukat.